____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Uwe Johnson
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Uwe Klaus Dietrich Johnson (* 20. Juli 1934 in Cammin in Pommern; â vermutlich in der Nacht vom 23. Februar auf den 24. Februar 1984 in Sheerness, England) war ein deutscher Schriftsteller. Er gehĂśrte der Gruppe 47 an. In seinem Hauptwerk, dem vierbändigen Roman Jahrestage, formulierte er dem Kritiker Joachim Kaiser zufolge die âtrĂśstliche Utopieâ, dass âauch die rĂźcksichtsloseste Diktatur nicht die Seelen ihrer Opfer zu beherrschenâ vermĂśge.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Leben
⢠Nachlass
⢠Zentrales Thema
⢠Stil
⢠Werke
⢠Werkausgabe
⢠Literaturhaus
⢠Film
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Uwe Johnson war der Sohn eines Diplom-Landwirts, der als Gutsverwalter tätig war und später Molkerei-PrĂźfungsbeamter beim Reichsnährstand wurde. Die Familie wohnte in Anklam, der Geburtsort Cammin in Pommern erklärt sich aus der dortigen Geburtsklinik. Johnson besuchte die 1. bis 4. Klasse der Cothenius-Schule in Anklam und kam dann âauf Grund einer allgemeinen Auswahlâ auf die Deutsche Heimschule in Kosten bei Posen, bis zu deren AuflĂśsung im Januar 1945. Ende April 1945, als Anklam gegen die Rote Armee verteidigt werden sollte, wich die Familie bis 1946 zu Verwandten in Recknitz bei GĂźstrow aus. Die Sowjets verhafteten Johnsons Vater und hielten ihn im sowjetischen Speziallager FĂźnfeichen gefangen und deportierten ihn schlieĂlich in die Sowjetunion, wo er 1947 starb. Die Mutter zog mit Uwe und seiner fĂźnf Jahre jĂźngeren Schwester Elke nach GĂźstrow. Dort legte Johnson 1952 die ReifeprĂźfung an der John-Brinckman-Oberschule ab.cite-ref-2[2] In GĂźstrow war er von 1947 bis 1949 Mitglied des evangelischen Jugendkreises um Gerhard Bosinski, aus dem sich später die Junge Gemeinde entwickelte.cite-ref-3[3]
Von 1952 bis 1956 studierte Uwe Johnson Germanistik in Rostockcite-ref-4[4] und Leipzig mit dem offiziellen Ziel, Verlagslektor zu werden. Im Mai 1953 kam es zwischen Johnson und der FDJ- bzw. SED-Leitung der Universität Rostock zu heftigen Auseinandersetzungen, da sich Johnson auf einer sogenannten âProtestversammlungâ der Philosophischen Fakultät Ăśffentlich fĂźr die Junge Gemeinde und fĂźr die in der Verfassung der DDR garantierten Rechte auf Meinungs- und Religionsfreiheit einsetzte. Zudem prangerte er die Praktiken des Ministeriums fĂźr Staatssicherheit an den Oberschulen an. Man relegierte Johnson zunächst, lieĂ ihn dann aber nach dem Aufstand des 17. Juni 1953 wieder zum Studium zu. Im Herbst 1954 wechselte Johnson an die Universität Leipzig, weil er bei Theodor Frings und Hans Mayer studieren wollte. 1956 schloss Johnson sein Studium als Diplom-Germanist mit einer Abschlussarbeit Ăźber Ernst Barlachs Romanfragment Der gestohlene Mond ab. Das einzige erhaltene Exemplar dieser Abschlussarbeit galt jahrzehntelang als verschollen, bis man es im Sommer 2024 entdeckte und im Rostocker Uwe-Johnson-Archiv erstmalig wieder der Ăffentlichkeit zur VerfĂźgung stellte.
Nach Abschluss des Studiums war Uwe Johnson arbeitslos und ohne Einkommen. Er hatte während des Studiums sein erstes Buch Ingrid Babendererde. ReifeprĂźfung 1953 fertig geschrieben, das aber keinen Verlag fand, und leistete nun unter anderem Honorararbeiten fĂźr die Akademie der Wissenschaften zu Berlin und fĂźr den Reclam-Verlag; dabei beteiligte der Nachwortschreiber und offizielle Autor, der Sprachwissenschaftler Manfred Bierwisch, Johnson unter der Hand an der Ăbersetzung des Nibelungenlieds und den damit verbundenen Einnahmen.cite-ref-5[5]
Nach der Flucht seiner Mutter 1956 nach West-Berlin blieb Johnson zunächst in der DDR, zog aber 1959 nach West-Berlin â im selben Jahr, in dem sein DebĂźtroman Mutmassungen Ăźber Jakob im Suhrkamp Verlag erschien. Ingrid Babendererde hatte der Suhrkamp Verlag 1957 abgelehnt und verĂśffentlichte es erst 1985 aus dem Nachlass.cite-ref-6[6]
Im Oktober 1959 lernte er bei einer Tagung der Gruppe 47 auf Schloss Elmau die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann kennen, fßr die er zu einem wichtigen Gesprächspartner wurde.cite-ref-7[7]
1962 hielt sich Uwe Johnson dank eines Villa-Massimo-Stipendiums in Rom auf. Noch im selben Jahr heiratete er seine nach dem Mauerbau aus der DDR geflĂźchtete Freundin Elisabeth Schmidt, die wenig später eine gemeinsame Tochter zur Welt brachte.cite-ref-8[8] Von 1964 bis 1983 unterhielt er einen freundschaftlichen, aber nicht reibungslosen Briefwechsel mit dem Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Von 1966 bis 1968 lebte Johnson mit seiner Familie in New Yorks Upper Westside von Manhattan. Seine Adresse â Apartment 204, 243 Riverside Drive, New York, N.Y. 10025 â entspricht dabei der, an der er die Protagonistin seines Hauptwerks Jahrestage, Gesine Cresspahl, leben lassen wird â âeine in der Architektur fast europäische Strasse an der WestkĂźste von Manhattan, mit Blick auf Parkbäume, Wiesen, BodenschwĂźnge und dahinter den Fluss Hudson so breit wie ein Binnensee in Mecklenburgâ.cite-ref-9[9] Das erste Jahr Ăźber arbeitete er auf Vermittlung der Verlegerin Helen Wolff als Schulbuchlektor beim Verlag Harcourt, Brace & World. In dieser Zeit stellte er ein deutschsprachiges Lesebuch fĂźr die High School zusammen, das 1967 unter dem Titel Das neue Fenster erschien. Das zweite Jahr in Manhattan finanzierte ihm ein Stipendium der Rockefeller Foundation. In dieser Zeit arbeitete er an seinem Jahrestage-Roman und hatte hierzu ab 1968 autobiographische Gespräche mit Margret Boveri. Von 1967 bis zu ihrem Tod 1975 verband ihn eine freundschaftliche Beziehung mit der politischen Theoretikerin und Philosophin Hannah Arendt. Die Romanfigur âGräfin Seydlitzâ trägt ZĂźge Arendts. Arendt war mit dieser Namensgebung nicht einverstanden, da ihre jĂźdische Identität nicht deutlich werde.cite-ref-10[10]
Am 19. Februar 1967 zogen Mitglieder der zum Jahresanfang gegrĂźndeten Kommune I in seine West-Berliner Atelier- und Arbeitswohnung ein, die er neben seiner eigentlichen Wohnung in der StierstraĂe 3 unterhielt und während seines Auslandsaufenthaltes an Ulrich Enzensberger untervermietet hatte. Er erfuhr davon erst aus der Zeitung. In der Wohnung wurde das âPudding-Attentatâ auf US-Vizepräsident Hubert H. Humphrey geplant. Es flog auf, fĂźhrte aber zu ausfĂźhrlicher Medienberichterstattung. Auf Bitte Johnsons, der zu der Zeit nicht in Deutschland weilte, lieĂ sein Nachbar und Freund GĂźnter Grass die Wohnung von der Polizei räumen.
Ab 1969 war Johnson Mitglied des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Akademie der Kßnste in West-Berlin, deren Vizepräsident er 1972 wurde. 1970 erschien Band 1 der Jahrestage, das Hauptwerk Johnsons, an dem er bis ein Jahr vor seinem Tod arbeitete. In den darauffolgenden Jahren erschienen Band 2 (1971) und Band 3 (1973), Band 4 kßndigte Johnson fßr das folgende Jahr an, konnte ihn nach einer schweren privaten und kreativen Krise aber erst zehn Jahre später, 1983, verÜffentlichen. 1971 wurde er mit dem Georg-Bßchner-Preis ausgezeichnet. Johnson lebte ab 1974 in Sheerness on Sea auf der Insel Sheppey an der Themse-Mßndung in Kent, England. 1977 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie fßr Sprache und Dichtung. 1978 trennte sich Elisabeth Johnson von ihrem Ehemann, der ihre frßhe Liebesbeziehung mit dem Prager Mozart-Forscher Tomislav Volek, die sie im Rahmen eines Briefwechsels noch zu Anfang der Ehe unterhalten hatte, nicht verwinden konnte. Zudem war Johnson (irrtßmlich) davon ßberzeugt, dass es sich bei dem Prager Liebhaber seiner Ehefrau um einen Geheimagenten der tschechischen oder DDR-Staatssicherheit handeln mßsse. 1979 war Johnson der Dozent im Rahmen der Frankfurter Poetik-Vorlesungen; der Text seiner Vorlesung wurde 1980 unter dem Titel Begleitumstände verÜffentlicht.
Aus Solidarität mit Franz Xaver Kroetz schloss sich Johnson 1983 dessen Austritt aus dem Verband deutscher Schriftsteller an. Nachdem Siegfried Unseld ihn Anfang Dezember 1982 daran erinnert hatte, dass durch die monatlichen Vorschusszahlungen des Verlages Ă 3000 Mark Ăźber die Jahre nun ein âSoll-Saldoâ von âDM 230 094,89â aufgelaufen sei, schloss er im März 1983 endlich das Manuskript von Band 4 der Jahrestage ab; die ersten drei Bände waren schon 1970, 1971 und 1973 erschienen.cite-ref-greinernolte-11-0[11] Im Februar 1984 starb Uwe Johnson, vermutlich bedingt durch Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch, in Sheerness an Herzversagen; er wurde 49 Jahre alt. Da das Todesdatum nicht genau feststeht, geht man unterschiedlichen Quellen zufolge davon aus, dass man seine Leiche erst 19 Tage oder drei Wochen nach seinem Tod fand. FĂźr einen Skandal sorgte seinerzeit der Journalist Tilman Jens, der nach Johnsons Auffindung in dessen Haus einbrach, um dort Fotos zu machen und zu recherchieren.cite-ref-12[12]
Nachlass
Nach Johnsons Tod kam es zu einem Rechtsstreit Ăźber die Erbfolge â einschlieĂlich des literarischen Nachlasses â zwischen Witwe und Tochter einerseits und dem Suhrkampverleger Siegfried Unseld andererseits. Das Verfahren gewann Unseld.cite-ref-greinernolte-11-1[11]
Drei Jahre lang konnte das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) Johnsons Autorenarchiv verwalten, das aus den Verlagen Suhrkamp und Insel stammte. Nachdem die Finanzierung einer endgĂźltigen Ăbernahme durch das DLA im Jahr 2012 gescheitert war, erhielt die Universität Rostock die Bestände.cite-ref-15[15] EigentĂźmerin des Uwe Johnson-Archivs ist die Johannes und Annitta Fries Stiftung.cite-ref-16[16] Das Archiv steht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften fĂźr eine vollständige historisch-kritische âRostocker Ausgabeâ der Werke, Schriften und Briefe Uwe Johnsons zur VerfĂźgung.cite-ref-17[17] Die Digitalisierung des Nachlasses ist seit Ende 2017 mit einem Umfang von 155.000 Scans abgeschlossen. Der Nachlass selbst umfasst 77.500 Blatt.cite-ref-18[18]
Zentrales Thema
Uwe Johnson wird oft als âDichter beider Deutschlandâ tituliert, was vor dem Hintergrund seiner persĂśnlichen Lebensgeschichte im geteilten Deutschland naheliegend zu sein scheint, aber dennoch in die Irre fĂźhren kann. Denn selbst wenn sich âdie Grenzeâ als zentrales Thema durch Uwe Johnsons gesamtes Werk zieht, haben wir es hier ânicht mit der Gattung Grenzraumliteratur zu tun, sondern vielmehr mit Literatur, die ihre eigenen Grenzen als Sprach(kunst)werk in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das heiĂt im Bewusstsein ihrer historischen Situation, auslotetâ.cite-ref-19[19] Man lotet diese Grenzen auch vor dem Hintergrund eines grundsätzlichen Zweifelns an der traditionellen Romanform aus, die den Autor einmal auf die Frage, ob es immer noch mĂśglich sei, in dieser zu schreiben, antworten lieĂ: âIch bin sicher, es gibt Geschichten, die man so einfach erzählen kann, wie sie zu sein scheinen. Ich kenne keine.âcite-ref-20[20] Bemerkenswert ist zudem Johnsons Eigenart, den Protagonisten seiner Romane ein Fortleben in nachfolgenden Erzählprojekten zu sichern â und damit zugleich den âMotor seiner literarischen Produktivität am Laufenâ zu halten.cite-ref-21[21]
Stil
Uwe Johnsons Stil kennzeichnet unter anderem die Relativierung des auktorialen Erzählerscite-ref-22[22] sowie eine parataktische Reihung von Hauptsätzen.cite-ref-mecklenburg-23-0[23] Charakteristisch ist auch eine Polyphonie der Stimmen,cite-ref-mecklenburg-23-1[23] etwa in dänischen und englischen Einsprengseln im Roman Jahrestage. Eine besondere Rolle in Johnsons Werk spielt die niederdeutsche Sprache. Auffallend ist zudem im Roman Jahrestage der umfangreiche Einsatz von Zitaten aus der New York Times, was die unmittelbare Gegenwart der Gesine Cresspahl spiegelt, die, mit ihrer Tochter Marie in Manhattan lebend, dieser die Geschichte ihrer Vorfahren erzählt (âfĂźr wenn ich tot binâ). Sprachliche Präzision und Genauigkeit der Beschreibung ergänzen Johnsons feiner Humor, seine leise Ironie, die ihn etwa bei der Analyse einer entscheidenden Szene von Goethes Die Wahlverwandtschaften schreiben lässt: âNachdem die Dame an Bord gegangen ist, lässt ein Komma sie innehalten.âcite-ref-24[24]
Auszeichnungen und weitere Ehrungen
⢠1960: Fontane-Preis fßr Mutmassungen ßber Jakob
⢠1962: Prix International de la LittÊrature
⢠1967: Ernennung zum Knight of Mark Twain durch den Mark Twain Circle of America
⢠1971: Georg-Bßchner-Preis
⢠1975: Wilhelm-Raabe-Preis der Stadt Braunschweig
⢠1978: Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lßbeck
⢠1983: Heinrich-BÜll-Preis der Stadt KÜln
⢠Zu Ehren Uwe Johnsons wird in Neubrandenburg der Uwe-Johnson-Preis verliehen.
⢠Auf Beschluss des Leipziger Stadtratscite-ref-25[25] erhielt 2011 eine neue StraĂe im Ortsteil Probstheida den Namen Johnsonweg.
⢠An seinem Schul- und Schaffensort Gßstrow bekam 1994 die Üffentliche Bibliothek den Namen Uwe-Johnson-Bibliothek; dort befindet sich seit 2013 die umfangreiche Fotosammlung des Schulfreundes Heinz Lehmbecker zu Johnson.
⢠2006 wurde in KlĂźtz das Literaturhaus âUwe Johnsonâ erĂśffnet.
Werke
⢠Mutmassungen ßber Jakob. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1959, ISBN 3-518-01723-3.
⢠Das dritte Buch ßber Achim. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1961, ISBN 3-518-11819-6.
⢠Karsch, und andere Prosa. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1964, ISBN 3-518-38253-5.
⢠Zwei Ansichten. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1965, ISBN 3-518-38683-2.
⢠Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl. 4 Bände, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1970, 1971, 1973, 1983; Neuausgabe 2013, ISBN 978-3-518-46455-7.
⢠Eine Reise nach Klagenfurt. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-518-36735-8.
⢠Berliner Sachen. Aufsätze. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1975, ISBN 3-518-36749-8.
⢠Ein Schiff. In: JĂźrgen Habermas (Hrsg.): Stichworte zur âşGeistigen Situation der Zeitâš. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-518-11000-4 (edition suhrkamp 1000).
⢠Ein unergrßndliches Schiff. In: Merkur, Band 33. Klett-Cotta, Stuttgart 1979.
⢠Begleitumstände. Frankfurter Vorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-11019-5; Neuausgabe 2003, ISBN 3-518-12426-9.
⢠Skizze eines Verunglßckten. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-518-01785-3 (Bibliothek Suhrkamp 785); Neuausgabe 2016, ISBN 978-3-518-24041-0.
⢠Ingrid Babendererde. Reifeprßfung 1953. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-518-11817-X.
⢠Der 5. Kanal. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-11336-4.
⢠Versuch einen Vater zu finden / Marthas Ferien. Text und Tonkassette (vom Autor 1975 und 1978 gelesen). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-518-11416-6.
⢠EntwÜhnung von einem Arbeitsplatz. Klausuren und frßhe Prosatexte, herausgegeben von Bernd Neumann. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-518-40337-0.
⢠âWo ist der Erzähler auffindbarâ. Gutachten fĂźr Verlage 1956â1958, herausgegeben von Bernd Neumann. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-518-40336-2.
⢠Wohin ich in Wahrheit gehÜre. Ein Johnson Lesebuch, mit einem Nachwort versehen von Siegfried Unseld. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-40639-6.
⢠Inselgeschichten. Herausgegeben von Eberhard Fahlke, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-40523-3.
⢠Heute Neunzig Jahr. Aus dem Nachlass herausgegeben von Norbert Mecklenburg. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-40759-7.
⢠Mecklenburg. Zwei Ansichten. Mit Fotografien von Heinz Lehmbäcker und Texten von Uwe Johnson. Insel, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-458-17045-6.
⢠âSofort einsetzendes Geselliges Beisammenseinâ. Rechenschaft Ăźber zwei Reisen. Transit, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-88747-198-9.
⢠Ich wollte keine Frage ausgelassen haben. Gespräche mit Fluchthelfern. Herausgegeben von Burkhart Veigel. Suhrkamp, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-42151-2.
Briefwechsel
⢠Hannah Arendt â Uwe Johnson: Der Briefwechsel 1967â1975, hrsg. von Eberhard Fahlke und Thomas Wild. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-41595-6.
⢠Max Frisch â Uwe Johnson: Der Briefwechsel 1964â1983. Hrsg. v. Eberhard Fahlke. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-40960-3; als Taschenbuch ebd. 2001, ISBN 978-3-518-39735-0.
⢠Leaving Leipsic next week. Briefwechsel zwischen Jochen Ziem und Uwe Johnson. Transit, Berlin 2002, ISBN 3-88747-175-X.
⢠Uwe Johnson und Walter Kempowski: Kaum beweisbare Ăhnlichkeiten. Der Briefwechsel. Transit, Berlin 2006, ISBN 978-3-88747-214-6.
⢠Liebes Fritzchen, lieber GroĂ-Uwe. Uwe Johnson â Fritz J. Raddatz. Der Briefwechsel. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-41839-4.
⢠Uwe Johnson, Anna Grass und Gßnter Grass: Der Briefwechsel. Herausgegeben von Arno Barnert. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-41935-9.
Ăbersetzungen
⢠Von dem Fischer un syner Fru. Ein Märchen von Philipp Otto Runge mit sieben kolorierten Bildern von Marcus Behmer. Mit einer Nacherzählung und einem Nachwort von Uwe Johnson. Insel, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-458-19075-9 (Insel-Bßcherei 315).
⢠Herman Melville: Israel Potter, ßbersetzt von Uwe Johnson. Insel, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-458-34536-1.
⢠Das Nibelungenlied. In Prosa ßbertragen von Uwe Johnson und Manfred Bierwisch. Insel, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-458-34833-6.
Herausgeberschaft
⢠Das neue Fenster. Selections from contemporary German literature. New York u. a.: Harcourt, Brace & World 1967.
⢠Max Frisch: Stichworte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1975; als Taschenbuch 1985, ISBN 3-518-37708-6.
⢠mit Hans Mayer: Das Werk von Samuel Beckett. Berliner Colloquium. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1975, ISBN 3-518-06725-7 (st 225).
⢠mit Elisabeth Johnson: Verzweigungen. Eine Autobiographie. Mßnchen 1977; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39076-7 (Autobiographie der Journalistin Margret Boveri).
Werkausgabe
Die auf 22 Bände in 43 Teilbänden angelegte Werkausgabe erscheint im Suhrkamp-Verlag und trägt die Bezeichnung Rostocker Ausgabe. Die Werkausgabe ist als historisch-kritische Ausgabe angelegt mit den Abteilungen Werke, Schriften und Briefe. Auf der Basis des Uwe Johnson-Archivs, das als Depositum der Johannes und Annitta Fries Stiftung an der Universität Rostock besteht, und eine auf 24 Jahre angelegte Forschungsstelle bearbeitet, erscheint die Werkausgabe als Akademienvorhaben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Rostock. Herausgeber sind Holger Helbig und Ulrich Fries unter der Mitwirkung von Katja Leuchtenburger. Die Werkausgabe ist als Buch und in zeitversetzter Form im Internet geplant. Die digitale Präsentation zielt auf historisch-kritische Vollständigkeit bei hÜchstem wissenschaftlichen Anspruch und soll maximale Fexibilität fßr die Leser bieten.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27]
Neben den Ausgaben als gedrucktes Buch ist jeweils eine frei zugängliche digitale Ausgabe vorgesehen, die man zeitversetzt freischalten will. Dabei sollen nicht nur die verschiedenen Textfassungen der Werke, sämtliche zum jeweiligen Werk gehÜrenden Materialien wie Briefe vollständig digitalisiert und verlinkt sowie auch Links zu Film- und Tondokumenten, sondern auch Verlinkungen zu anderen Werken, in denen dieselben Personen vorkommen, vorgesehen werden.cite-ref-wausg-rosta-28-0[28]
Erschienen sind:
⢠Mutmassungen ßber Jakob. Werkausgabe Band 2, herausgegeben von Astrid KÜhler, Robert Gillett, Cornelia BÜgel und Katja Leuchtenberger. Suhrkamp, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-42702-6. Die digitale Ausgabe wird im Herbst 2020 freigeschaltet.cite-ref-wausg-rosta-28-1[28]
⢠Das dritte Buch ßber Achim. Rostocker Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe der Schriften und Briefe Uwe Johnsons. 22 Bände in 43 Teilbänden. Ein Akademievorhaben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Herausgegeben von Holger Helbich, Ulrich Fries und Katja Leuchtenberger. Erste Abteilung: Werke. Band 3. Herausgegeben von Katja Leuchtenberger und Friederike Schneider. Suhrkamp, Berlin 2019, ISBN 978-3-518-42703-3
⢠Karsch, und andere Prosa, Werkausgabe Band 4, herausgegeben von Yvonne Dudzik und Christian Riedel. Unter Mitarbeit von Nina Pilz. Suhrkamp, Berlin 2021, ISBN 978-3-518-42704-0
⢠Zwei Ansichten, Werkausgabe Band 5, herausgegeben von Yvonne Dudzik, Katja Leuchtenberger und Greg Bond. Suhrkamp, Berlin 2021, ISBN 978-3-518-42705-7.
⢠Der 5. Kanal, Werkausgabe Abteilung Schriften: Band 2, herausgegeben von Yvonne Dudzik, Andy Räder und Denise Naue, Suhrkamp, Berlin 2024, ISBN 978-3-518-42716-3
Literaturhaus
In der Kleinstadt KlĂźtz im Kreis Nordwestmecklenburg wurde 2006 das Literaturhaus âUwe Johnsonâ in einem vierstĂśckigen frĂźheren Bohnen- und Getreidespeicher aus dem Jahr 1890 erĂśffnet. Dieser Speicher wurde aufwändig saniert. Zwei Stockwerke beherbergen eine Dauerausstellung zu Johnson, auĂerdem werden Lesungen veranstaltet.cite-ref-31[31] Leiterin ist die Germanistin Anja-Franziska Scharsich. Die Sanierungskosten in HĂśhe von 1,24 Millionen Euro stammen zur Hälfte aus dem Bundeshaushaltsplan, hinzu kamen EU-FĂśrdermittel und Mittel der StädtebaufĂśrderung. Die Stadt KlĂźtz Ăźbernahm 280.000 Euro.
In KlĂźtz ist Johnson vermutlich nie gewesen, doch sind Experten der Auffassung, dabei handele es sich um den in seinen BĂźchern vorkommenden Ort Jerichow,cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]cite-ref-34[34] eine Meile von Damshagen entfernt. Ein Abschnitt im dritten Band der Jahrestage wird als Beleg angefĂźhrt. Dort heiĂt es: âJerichow wĂźrde zum Zonengrenzbezirk LĂźbeck gehĂśren. [âŚ] Der Flugplatz Jerichow-Nord wäre der Flugplatz Mariengabe, fĂźr nichts zugelassen als privates Gerät, Konkurrenz fĂźr LĂźbeck-Blankensee. [âŚ] Manchmal, und Ăśfter, benähmen sich die Jerichower als wären sie KlĂźtzerâ.cite-ref-35[35]
Uwe Johnson-Gesellschaft
Am 26. Februar 2010 wurde in Rostock auf Initiative zahlreicher Wissenschaftler der Johnson-Forschung mit Unterstßtzung der Universität und der Stadt Rostock die Uwe Johnson-Gesellschaft gegrßndet. Sie hat sich entschieden, ihren Namen in der gleichen Schreibung zu fßhren, in der Uwe Johnson mit Namen zusammengesetzte WÜrter schrieb: ohne Bindestrich zwischen Vor- und Nachnamen.cite-ref-36[36]
Literatur (Auswahl)
⢠Tilman Jens: Unterwegs an den Ort wo die Toten sind. Auf der Suche nach Uwe Johnson in Sheerness. Piper, Mßnchen/Zßrich 1984, ISBN 3-492-00690-6.
⢠Eberhard Fahlke (Hrsg.): âIch Ăźberlege mir die GeschichteâŚâ â Uwe Johnson im Gespräch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-518-11440-9.
⢠Raimund Fellinger (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-518-11821-8.
⢠Roland Berbig und Erdmut Wizisla (Hrsg.): Wo ich her bin... - Uwe Johnson in der D.D.R. Kontext Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-931337-08-1.
⢠Wolfgang Paulsen: Uwe Johnson: Undine geht. Die Hintergrßnde seines Romanwerks. Lang, Bern 1993, ISBN 3-906751-10-4.
⢠Die Katze Erinnerung. Uwe Johnson â eine Chronik in Briefen und Bildern. Zusammengestellt von Eberhard Fahlke. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-40672-8.
⢠Bernd Neumann: Uwe Johnson. Mit 12 Porträts von Diether Ritzert. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50051-0.
⢠Carsten Gansel (Hrsg.): Uwe Johnson zwischen Vormoderne und Postmoderne. De Gruyter, Berlin 1995; Reprint 2012, ISBN 978-3-11-014671-4.
⢠Jßrgen Grambow: Uwe Johnson. Rowohlt, Reinbek 1997, ISBN 3-499-50445-6 (=Rowohlts Monographien, Band 445).
⢠Wolfgang Paulsen: Innenansichten. Uwe Johnsons Romanwelt. Francke, Tßbingen 1997, ISBN 3-7720-2161-1.
⢠Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Uwe Johnson. Text + Kritik, Heft 65/66, Neufassung: Mßnchen 2001, ISBN 3-88377-665-3.
⢠Roland Berbig (Hrsg.): Uwe Johnson. Befreundungen. Gespräche, Dokumente, Essays. Kontext Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-931337-40-5.
⢠Ulrich Krellner: âWas ich im Gedächtnis ertrageâ. Untersuchungen zum Erinnerungskonzept von Uwe Johnsons Erzählwerk. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2003, ISBN 3-8260-2433-8.
⢠Ulrich Fries (Hrsg.): So noch nicht gezeigt. Uwe Johnson zum Gedenken. Vandenhoeck & Ruprecht, GÜttingen 2006, ISBN 978-3-525-20946-2.
⢠Uwe Neumann (Hrsg.): Johnson-Jahre. Zeugnisse aus sechs Jahrzehnten. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-41598-6.
⢠Katja Leuchtenberger: Uwe Johnson. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-518-18247-5.
⢠Lutz Hagestedt und Michael Hofmann (Hrsg.): Uwe Johnson und die DDR-Literatur. Beiträge des Uwe-Johnson-Symposiums Klßtz. Mßnchen 2011, ISBN 978-3-943157-06-2.
⢠Gunnar MĂźller-Waldeck: Johnson, Uwe (1934â1984). In: Dirk Alvermann, Nils JĂśrn (Hrsg.): Biographisches Lexikon fĂźr Pommern. Band 1 (= VerĂśffentlichungen der Historischen Kommission fĂźr Pommern. Reihe V, Band 48,1). BĂśhlau Verlag, KĂśln/Weimar/Wien 2013, ISBN 978-3-412-20936-0, S. 230â235.
⢠Anja-Franziska Scharsich: Johnson, Uwe Klaus Dietrich. In: Biographisches Lexikon fĂźr Mecklenburg. Band 7 (= VerĂśffentlichungen der Historischen Kommission fĂźr Mecklenburg. Reihe A). Schmidt-RĂśmhild, Rostock 2013, ISBN 978-3-7950-3752-9, S. 153â159.
⢠Frauke Meyer-Gosau: Versuch, eine Heimat zu finden. Eine Reise zu Uwe Johnson. C. H. Beck, Mßnchen 2014, ISBN 978-3-406-65958-4.
⢠Jasmin Rittler: Das Briefwerk Uwe Johnsons. Lang, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-631-67738-4.
⢠Video: Ein Gespräch zwischen Manfred Bierwisch und Raimund Fellinger, dem Cheflektor des Suhrkamp-Verlags zum 80. Geburtstag (auf der Website des Suhrkamp-Verlags)
Film
⢠Die groĂe Literatour. Uwe Johnsons New York. Dokumentarfilm, Deutschland, 2016, 51:50 Min., Buch: Hartmut Kasper, Regie: Markus AugĂŠ, AndrĂŠ Schäfer, Produktion: Florianfilm, MDR, RB, rbb, SWR, WDR, arte, Reihe: Die groĂe Literatour, Erstsendung: 8. Juni 2016 bei arte, Inhaltsangabe von arte.
⢠Gehen und Bleiben,cite-ref-37[37] Dokumentarfilm, Deutschland 2023, 168 Min., Regie: Volker Koepp, Drehbuch: Barbara Frankenstein, Produktion: Vineta Film (Berlin), Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Mitteldeutscher Rundfunk (MDR). Kinostart: 20. Juli 2023.
Weblinks
Commons
: Uwe Johnson
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Uwe Johnson im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Uwe Johnson in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Literatur ßber Uwe Johnson in der Landesbibliographie MV
⢠Uwe Johnson-Archiv
⢠Website der Uwe Johnson-Werkausgabe
⢠Digitale Werkausgabe
⢠Holger Helbig, Stefanie Kohl: Johnson, Uwe Klaus Dietrich. In: NDB-online, 1. Oktober 2022.
⢠Uwe Johnson-Forschungsstelle, Rostock
⢠Johnson Jahrbuch
⢠Uwe Johnson-Gesellschaft
⢠Literaturhaus Uwe Johnson
⢠Uwe Johnson bei IMDb
⢠Kommentierte Linksammlung (Memento vom 28. April 2016 im Internet Archive) der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Einzelbeiträge
⢠Uwe Johnson. Befreundungen. Gespräche Dokumente Essays. kontextverlag.de
⢠Bernd W. Seiler: Johnsons Prager Geheimagent. ⌠Tomislav Volek und Elisabeth Johnson. uni-bielefeld.de
Einzelnachweise
cite-note-11. â Joachim Kaiser: Erlebte Literatur. Piper, MĂźnchen 1988, ISBN 3-492-03048-3, S. 337: âEin allerletztes: Johnson kann auch wunderbar zart schreiben. Er weiĂ, was Innigkeit, was Landschaft ist â und wie schnell alles zerredet werden, zu Tode formuliert werden kann. Wenn er gar von seinen geliebten Tieren, von Katzen etwas zu erzählen hat, vom ErschieĂen eines gutartigen, vertrauensvollen Pferdes â dann herrscht er so vollkommen, so ohne Rest Ăźber die Seele seines Lesers und Opfers, wie, dies die trĂśstliche Utopie der ÂťJahrestageÂŤ, auch die rĂźcksichtsloseste Diktatur nicht die Seelen ihrer Opfer zu beherrschen vermag.â
cite-note-22. â Uwe Johnson: Darstellung meiner Entwicklung. GĂźstrow, 23.III.1952. Johnson-Jahrbuch, Band 4/1997, S. 11 ff.; uwe-johnson-gesellschaft.de (PDF).
cite-note-33. â Rainer Paasch-Beeck: Konfirmation in GĂźstrow. Johnson-Jahrbuch 5, 1998. Vandenhoeck und Ruprecht, GĂśttingen 1998, ISBN 3-525-20904-5; S. 55 books.google.de
cite-note-44. â Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Uwe Johnson im Rostocker Matrikelportal
cite-note-55. â Manfred Bierwisch: Wovon der Autor leben soll. In: Sinn und Form. Nr. 4, 2014, ISSN 0037-5756, S. 563â565.
cite-note-66. â Vgl. Heinz Ludwig Arnold: Die Unvollendeten. Literarische Porträts. Wallstein Verlag, GĂśttingen 2005, S. 247. Arnold beschreibt hier auch ein Treffen Johnsons mit Peter Suhrkamp in Berlin, bei dem ihn âder alte Herrâ sogleich angehalten habe, âmitzuarbeiten an der Ablehnung seiner eigenen Arbeitâ. Tatsächlich war Suhrkamp selbst fĂźr die Annahme des Manuskriptes gewesen â der junge Siegfried Unseld aber âwĂźnschte, das wĂźrde kein Buch in Peter Suhrkamps Verlagâ.
cite-note-77. â Monika Albrecht, Dirk GĂśttsche: Leben und Werk im Ăberblick - eine Chronik. In: Monika Albrecht, Dirk GĂśttsche (Hrsg.): Bachmann-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. 2., Ăźberarbeitete Auflage. J. B. Metzler, Berlin 2020, ISBN 978-3-476-05666-5, S. 3â23;12.
cite-note-88. â Jost Nolte: Eine andere Moral als die anderer Leute. In: Die Welt, 9. Dezember 1996.
cite-note-99. â Uwe Johnson: Begleitumstände. Frankfurter Vorlesungen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1980, S. 410, 411.
cite-note-1010. â Arendt an Johnson, 6. Juli 1970
cite-note-greinernolte-1111. â Ulrich Greiner: Suhrkamp Verlag: Um Uwe Johnson tobt seit Jahren ein erbitterter Rechtsstreit. In: Die Zeit, Nr. 50/1996. Jost Nolte: Eine andere Moral als die anderer Leute. In: Die Welt, 9. Dezember 1996.
cite-note-1212. â Rolf Becker: BĂźcher: Einstieg ins Totenhaus. In: Der Spiegel. Nr. 3, 1985 (online). Andrea Strunk: Eine Welt gegen die Welt halten. In: Der Freitag, 18. Februar 2005.
cite-note-1313. â Brecht Haus erinnert an Uwe Johnson. Der Tagesspiegel, 2. August 2014; abgerufen am 17. April 2019.
cite-note-1414. â Uwe Johnson Gesellschaft: Uwe Johnson in Sheerness. In: uwe-johnson-gesellschaft.de. Abgerufen am 2. Februar 2021.
cite-note-1515. â Weser Kurier, 11. Juli 2012, S. 21. Uwe-Johnson-Werkausgabe geplant. In: Weser Kurier, 17. Juli 2012.
cite-note-1616. â Katja Leuchtenberger: âEin Netz verbindet Linienâ und drei Punkte. In: Johnson-Jahrbuch. Im Auftrag der Uwe Johnson-Gesellschaft herausgegeben von Holger Helbig, Bernd Auerochs, Katja Leuchtenberger und Ulrich Fries, Band 22/2015, Wallstein Verlag, GĂśttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1726-0, S. 32.
cite-note-1717. â Pressemitteilung 1/2017. BBAW.
cite-note-1818. â dpa: Universität Rostock: Meilenstein der Rostocker Johnson-Ausgabe: Digitalisierung des Uwe Johnson-Archivs abgeschlossen. In: Focus Online. 15. Januar 2018 (focus.de [abgerufen am 16. Januar 2018]).
cite-note-1919. â Uwe Johnson: Das Dilemma der Grenze. Zu Uwe Johnsons FrĂźhwerk. Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität MĂźnchen, vorgelegt von Leyla Sedghi, MĂźnchen 2004, S. 11.
cite-note-2020. â Reinhard Baumgart: Deutsche Literatur der Gegenwart. Kritiken, Essays, Kommentare. Carl Hanser Verlag, MĂźnchen / Wien 1994, S. 173.
cite-note-2121. â Ulrich Krellner: Weder Vorstufe noch Parallelerzählung. Plädoyer fĂźr die NeulektĂźre von Uwe Johnsons Nachlasswerk âHeute Neunzig Jahrâ. In: Michael Hofmann, Mirjam Springer (Hrsg.): Johnson-Jahrbuch, 16. Jahrgang, 2009. GĂśttingen 2011, S. 53 f.
cite-note-2222. â Peter Horn: Ăber das langsame Erzählen in Uwe Johnsons âIngrid Babendererdeâ. Abgedruckt in: Manfred Jurgensen: Uwe Johnson. Ansichten â Einsichten â Aussichten. Francke, Bern 1989, S. 167â191.
cite-note-mecklenburg-2323. â Norbert Mecklenburg: Das Poetische in Uwe Johnsons Prosa. Kommentar zu einem StĂźck aus âVersuch, einen Vater zu findenâ. In: Carsten Gansel, Nicolai Riedel (Hrsg.): Uwe Johnson zwischen Vormoderne und Postmoderne. De Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-014671-1, S. 5.
cite-note-2424. â Uwe Johnson: Begleitumstände. Frankfurter Vorlesungen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1980, S. 16
cite-note-2525. â Ratsversammlung vom 18. Mai 2011 (Beschluss-Nr. RBV-822/11), amtliche Bekanntmachung: Leipziger Amtsblatt Nr. 11 vom 4. Juni 2011, bestandskräftig seit dem 5. Juli 2011 bzw. 5. August 2011. Vgl. Leipziger Amtsblatt Nr. 16 vom 10. September 2011.
cite-note-2626. â Darstellung des ersten Bandes. Suhrkamp-Website; abgerufen am 2. März 2017
cite-note-2727. â Pressemitteilung des Suhrkamp-Verlags und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vom 19. Januar 2017. suhrkamp.de; abgerufen am 2. März 2017
cite-note-wausg-rosta-2828. â Angabe. Website der Uwe Johnson-Werkausgabe; abgerufen am 6. August 2019.
cite-note-fr-504-2929. â Online-Bericht. Frankfurter Rundschau, 5. April 2017; abgerufen am 10. Juli 2018.
cite-note-3030. â Angabe auf dem Schutzumschlag der Werkausgabe von Das dritte Buch Ăźber Achim
cite-note-3131. â Beschreibung von Gebäude und Ausbau. literaturhaus-uwe-johnson.de; abgerufen am 10. Juli 2018.
cite-note-3232. â S. auch Rolf Michaelis: Eintrag Jerichow in: Kleines AdreĂbuch fĂźr Jerichow und New York. Ein Register zu Uwe Johnsons Roman Jahrestage. Angelegt mit Namen, Orten, Zitaten und Verweisen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983, S. 283 ff.
cite-note-3333. â Frank Keil: Der meiste Wind ist westlich. In: die tageszeitung. 12. September 2011, abgerufen am 12. November 2024.
cite-note-3434. â Annett GrĂśschner: Ein wenig westlicher von KlĂźtz. In: Welt Online. 20. Juli 2014, abgerufen am 12. November 2024.
cite-note-3535. â Uwe Johnson: Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl. Band 3. Erste Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 1240 bis S. 1243.
cite-note-3636. â Beschreibung. Website der Uwe Johnson-Gesellschaft; abgerufen am 27. Oktober 2021.
cite-note-3737. â Gehen und Bleiben. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 22. August 2024.